Direct-to-Film (DTF) ist ein Transferdruckverfahren: Das Motiv wird auf eine PET-Folie gedruckt, mit einem Schmelzkleber-Pulver versehen, ausgehärtet – und anschließend mit einer Transferpresse auf das Textil gepresst. Anders als beim Direktdruck (DTG) läuft das Textil selbst nie durch den Drucker.
So funktioniert das Verfahren
- Drucken: Der Drucker trägt die Farben (CMYK) und darüber eine Weißschicht auf die Folie auf – gespiegelt, weil die Folie später umgedreht wird.
- Pulvern: Auf die noch feuchte Tinte kommt Klebepulver, der Überschuss wird entfernt – bei Systemen wie dem XTF D430 automatisch.
- Aushärten: Wärme schmilzt das Pulver zu einer gleichmäßigen Klebeschicht.
- Pressen: Der Transfer wird auf das Textil gepresst und die Folie abgezogen.
Vorteile
DTF funktioniert auf nahezu jedem Material – Baumwolle, Polyester, Mischgewebe, Nylon und Softshell –, auf hellen wie dunklen Textilien. Es gibt keine Einrichtungskosten je Motiv; das macht DTF wirtschaftlich für Einzelstücke und kleine bis mittlere Auflagen. Transfers lassen sich vorproduzieren und später pressen.
Grenzen
Auf großen Flächen ist die Klebeschicht spürbar; bei sehr großen Auflagen einfacher Motive kann Siebdruck günstiger sein. Die Waschbeständigkeit hängt von den richtigen Aushärte- und Pressparametern ab – und von der Qualität von Tinte und Pulver.
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